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Veranstaltungswoche 18.März:
FREIHEIT FÜR ALLE POLITISCHEN GEFANGENEN!

www.18maerzdarmstadt.blogsport.de

Übersicht Gesamtprogramm:

15.März
Auftaktkonzert
„SOOKEE + BADKAT on stage“
16.März
Internationalistisches Frühstück + Film
„Typ F – Der stille Tod“
17.März
Film + Vortrag zu Mumia Abu Jamal mit Annette Schiffmann
„Long Distance Revolutionary“
18.März
Konzert mit Bernd Köhler & Blandine Bonjour
„Les Noveaux Mousquetaires – Chansons Internationales“
19.März
Film + Vortrag mit Dr. Ingo Niebel
„Folter, Knast und Politische Gefangene im Baskenland“
20.März
Buchvorstellung + Vortrag mit Markus Mohr
„Das Prinzip Solidarität – zur Geschichte der Roten Hilfe in der BRD“

Samstag | 15. März
Auftaktkonzert*
„SOOKEE + BADKAT on stage“

SOOKEE ist Rapperin und Feministin, politisch und in Partylaune, kämpferisch und harmoniebedürftig. Widersprüche sind eine ihrer leichtesten Übungen, wie sich auf 6 Solo-Releases und dutzenden Kollabos nachhören lässt. Sookee streut Idealismus und kritische Analysen auf internationale Bühnen, Podien, Squats, Feuilletons und in die Biographien vieler Menschen.

BADKAT zählt zu den besten FreestylerInnen und ist bekannt dafür, ihren Rap sowohl mit melodischem Gesang als auch improvisierten Harmonien exquisit garnieren zu können. Ihre Musik ist von einer Vielzahl an Genres beeinflusst – von Blues, Jazz, Rock und Funk, bis hin zu Grime-HipHop und elektronischer Musik/Klängen/Sounds. Mit ihren 15 Jahren Live-Erfahrungen gibt es wenige, deren „crowd control“ vergleichbar ist mit der BadKats.

Der musikalische Auftakt für die Veranstaltungswoche zum 18.März.

mit Infotischen von: Rote Hilfe e.V., Anti-Nazi-Koordination (ANK) Darmstadt, queer community VIELBUNT, Euskal Herriaren Lagunak (Freundinnen und Freunde des Baskenlandes), Rotfront-Shop, Voice Of Liberation

Eintritt: 5 €

Ort: Kulturzentrum BKS (Halle) | Ludwigshöhstraße 42 | Darmstadt
Einlass: 20:00
Beginn: 21:00

Das Konzert wird unterstützt durch den AStA der h_da Darmstadt , UFFBASSE Darmstadt und Antifascist Rock Action (AFRA) Darmstadt

Samstag | 15. März
Input-Veranstaltung mit SOOKEE

„Schwule Rapper, es wird Zeit, dass wir Tacheles sprechen…“ – Männlichkeitsentwürfe und (Hetero-)Sexismus im deutschsprachigen Rap.

Der Input gibt einen Einblick in die Entstehung, Potentiale und problematischen Aspekte von Rap. Aufbauend auf Theorien zur Konstruktion von Geschlecht und aus der kritischen Männerforschung wird der Zusammenhang von Männlichkeitsentwürfen und (hetero-)sexistischen Images und Performances im deutschsprachigen Rap thematisiert. Hierbei geht der Input vor allem auf sprachliche Mechanismen ein, diskutiert die Verquickung von Gewalt und Sexualisierung und setzt sich mit dem Aspekt der Mehrdeutigkeit auseinander: Wie sind Männlichkeitsvorstellungen und (hetero-)sexistische Lines in Rap-Texten einzuordnen? Lassen sie sich alle eins zu eins übersetzen oder handelt es sich um bloße Ironie? Welche Rolle spielen hier rassistische Diskurse der Mehrheitsgesellschaft?

Ort: Kulturzentrum BKS (Teestube, 1.Stock) | Ludwigshöhstraße 42 | Darmstadt
Beginn: 18:00

Die Input-Veranstaltung wird unterstützt durch den AStA der h_da Darmstadt und die queer community VIELBUNT Darmstadt

Sonntag | 16.März
Internationalistisches Frühstück + Film
„Typ F – Der stille Tod“

Im Drama “Typ F – Der Film” zeigen neun verschiedene Regisseure neun verschiedene Geschichten aus Hochsicherheitsgefängnissen mit der Stufe Typ F. Die Gruppe Yorum ist in der Türkei bereits für ihre Musik bekannt, nun stellen sie gemeinsam ihren ersten Kinofilm vor. Yorum ist eine populäre türkische Musikgruppe, die ihr letztes Konzert vor 350.000 Menschen spielte. Ihr erster Kinofilm handelt von den Hochsicherheitsgefängnissen, die in der Türkei unter der Bezeichnung “Typ-F” laufen und in denen die Häftlinge isoliert eingesperrt werden. Typ F – Der Film behandelt die Isolierungsmaßnahmen in türkischen Hochsichterheitsgefängnissen.

Trailer zum Film

Ort: HALKEVI Volkshaus | Luisenstraße 2 | Darmstadt
Frühstück ab: 11:00
Film: 13:00

Montag | 17.März
Film + Vortrag zu Mumia Abu Jamal
„Long Distance Revolutionary“ – Film von Stephen Vittoria, USA (mit deutschen Untertiteln)
Referentin: Annette Schiffmann

In der Nacht des 9. Dezember 1981 gab es im damaligen Rotlichtbezirk von Philadelphia (USA) eine Schiesserei, an deren Ende der Polizist Daniel Faulkner tot war und der stadtbekannte Radio-Journalist Mumia Abu-Jamal schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht wurde.

* Der Polizist war „weiss“, der Journalist „schwarz“.
* Der Polizist war Mitglied der rassistischen Polizeibruderschaft Fraternal Order of Police
* Der Journalist war ehemaliger Black Panther und ein radikaler Kritiker der rassistischen Stadtpolitik und ihrer grassierenden Polizeibrutalität.

Mit dieser Kombination war damals in der „Stadt der brüderlichen Liebe“ und „Wiege der amerikanischen Freiheit“ der Ausgang der Geschichte vorprogrammiert:
Obwohl Mumia Abu-Jamal noch in der Nacht im Krankenhaus und seither immer wieder seine Unschuld beteuert hat, wurde er in dem nur zwei Wochen kurzen Prozess ein halbes Jahr später von einer Jury von 3 schwarzen und 9 weissen Geschworenen zum Tode verurteilt.
Anders als andere Filme zuvor konzentriert sich dieser nicht auf den Justizskandal von Mumias Verurteilung, sondern auf die politische und professionelle Entwicklung des Radiojournalisten und Autoren. Er beleuchtet die Kämpfe und Bewegungen, in denen Mumia aufwuchs und läßt ZeitgenossInnen sowie WeggefährtInnen zu Wort kommen.

Annette Schiffmann ist Aktivistin im Bundesweiten Netzwerk gegen die Todesstrafe und im Bündnis „Freiheit für Mumia Abu-Jamal“

Trailer zum Film

Eintritt frei, Spenden erwünscht

Ort: Oetinger Villa | Kranichsteiner Straße 81 | Darmstadt
Beginn: 20:00
ab 19:00: vegane Volxküche

Dienstag | 18.März
Konzert*
BERND KÖHLER + BLANDINE BONJOUR
„LES NOUVEAUX MOUSQUETAIRES – CHANSONS INTERNATIONALES“

Nach dem großartigen Konzert im letzten Jahr freuen wir uns, Bernd und Blandine auch zum 18.März 2014 wieder in Darmstadt begrüßen zu dürfen. Mit Akkustikgitarre und tollen Stimmen präsentieren sie Chansons, internationale ArbeiterInnen- und Solidaritätslieder aus der langen Geschichte linker Kämpfe. Das Programm ist benannt nach einer Eigenkomposition und Ausdruck der Würdigung der neuen Bewegungen, die auf den Strassen und Plätzen der Heutzeit ihre Klingen mit den Mächtigen kreuzen – für Freiheit und soziale Gerechtigkeit.

Eintritt frei, Spenden erwünscht

HoffART Theater | Lauteschlägerstraße 28a (Hinterhof) | Darmstadt
Einlass: 19:30
Beginn: 20:00

Mittwoch | 19.März
Film
„Fenster nach innen“ – baskische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Immer noch sind über 600 baskische politische Gefangene in spanischen und französischen Gefängnissen inhaftiert. Echte und angebliche ETA Mitglieder, politische AktivistInnen und JournalistInnen, die der spanische Staat als “Unterstützer von ETA” kriminalisierte. Viele Gefangene sind speziellen Sondergesetzen unterworfen, darunter schwer kranke Langzeitgefangene. Ein zentrales Thema für die Lösung des baskisch-spanisch-französischen Konflikts.

Fünf Regisseure porträtieren fünf dieser baskischen politischen Gefangenen.

Inhalt:
Eine politisch aktive junge Frau zählt die Tage bis zu ihrer Festnahme. Ihre Freundin hatte sie nach schlimmer Folter in spanischer Polizeihaft als Mitglied der in Spanien verbotenen und in Frankreich legalen Jugendorganisation Segi angegeben. Ein Mann kehrt nach 17 Jahren Haft zurück in die Gesellschaft. All die Jahre war er in ständig wechselnden Gefängnissen inhaftiert, hunderte Kilometer von seiner Familie entfernt. Eine Mutter nimmt jedes Telefonat mit ihrer inhaftierten Tochter auf und füllt damit 125 Audiokassetten. Sie erlebt, wie der spanische Staat mittels der “Doktrin Parot” die Haftzeit für ihre Tochter um mehrere Jahre verlängert. Ein Professor für Journalismus versucht, sich in der Einsamkeit seiner Zelle selbst zu finden. Als die baskische Zeitung EGIN verboten wurde, wurden er und andere Journalisten, die für EGIN arbeiteten, als angebliche Terroristen verurteilt. Ein ehemaliges Führungsmitglied der ETA baut die Beziehung zu einem Jugendfreund und heutigem Filmemacher wieder auf.

Fenster nach innen gibt einen Einblick in die Lebenswirklichkeiten dieser Menschen, jenseits der Tagesaktualitäten und Schlagzeilen.

Eintritt frei, Spenden erwünscht

Ort: Ort: HALKEVI Volkshaus | Luisenstraße 2 | Darmstadt
Beginn: 18:00

Mittwoch | 19. März
Vortrag
„Folter, Knast und politische Gefangene im Baskenland“
Referent: Dr. Ingo Niebel, Journalist und Autor

Welche Bedeutung hätte ein politischer Konflikt in Deutschland, wenn deswegen ca. 18000 Menschen im Gefängnis säßen und etwa 3 Millionen für deren Freilassung demonstrierten? Wer sich diese Zahlen vor Augen führt, kann die Dimension dieses Problems im Baskenland nachvollziehen:
130 000 Menschen demonstrierten im Januar für die Rechte der über 600 politischen baskischen Gefangenen und ihre Heimkehr.
Die Lösung der Gefangenenfrage steht ganz oben auf der politischen Agenda, weil sie ein wichtiger Meilenstein ist, um den Konflikt mit dem spanischen Zentralstaat zu beenden. Dieser ist den neuen Herausforderungen nicht gewachsen und versucht, mit Repression, Rechtsbeugung, Spionage und Kriminalisierung den demokratischen Prozess im Baskenland zu stoppen. Dabei stößt er immer öfters an seine selbstgesetzten Grenzen: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte kassierte die nachträgliche Haftverlängerung, weil sie gegen grundlegende Rechtsprinzipien verstieß; der Europa-Rat und die UNO haben mehrfach Folter im Polizeigewahrsam und die spanische Anti-Terrorgesetzgebung als zu willkürlich verurteilt.
Der Vortrag resümiert die Lage der politischen Gefangenen, geht auf das Repressionspotential des spanischen Staates ein und zeigt Lösungsansätze auf.

Dr. Ingo Niebel, geboren 1965 in Köln, ist promovierter Historiker und freier Journalist. Er lebt und arbeitet in Köln und Gernika/Guernica. In den letzten fünf Jahren hat er sechs Bücher zum Baskenland geschrieben. Seit den 1990er Jahren arbeitet er für baskische Medien, darunter als Deutschland-Korrespondent für die Zeitung „Gara“ sowie für internationale spanischsprachige Medien.

Weitere Informationen zur Situation im Baskenland:
Info-Baskenland
Bask-Info

Eintritt frei, Spenden erwünscht

Ort: Ort: HALKEVI Volkshaus | Luisenstraße 2 | Darmstadt
Beginn: 20:00

Donnerstag | 20. März
Buchvorstellung + Vortrag
„Das Prinzip Solidarität“ – Zur Geschichte der Roten Hilfe in der BRD
Referent: Markus Mohr, Autor

In den 70er Jahren gab es in der Bundesrepublik und Westberlin etwa hundert Gruppen der Roten Hilfe. Als engagierter Teil einer linksradikalen Fundamentalopposition organisierten sie Teach-ins, medizinische Hilfe und Demonstrationen, studierten das Mietrecht, besuchten Gefangene in den Knästen, schickten ihnen Pakete und besetzten Häuser.
Sie setzen sich mit der Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik auseinander, mit der Polizei und den von der Polizei Erschossenen, mit den gefangenen Tupamaros und mit denen der RAF. Die Rote Hilfe versuchte, an einem zentralen Punkt etwas zu integrieren, was dabei war, auseinander zu streben. Zwischen den Roten Hilfen und den politischen Organisationen ihrer Zeit – der RAF und den anderen bewaffneten Gruppen sowie den beiden maoistischen Parteien KPD/ML und KPD/AO – gab es eine Vielzahl von Debatten und Auseinandersetzungen. Sie gingen nicht immer glücklich aus.

Es ist an der Zeit, auch diese Geschichte zu erzählen.

Eintritt frei, Spenden erwünscht

Buchhandlung LESEZEICHEN | Liebfrauenstraße 69 | Darmstadt
Beginn: 20:00

* Wir haben keinen Bock auf rassistische, sexistische und homophobe Kackscheiße! Wer sich sich scheiße verhält, darf gerne zuhause weiterfeiern. 
Beschissenes Verhalten liegt im Empfinden der Person, die sich gestört/belästigt/bedrängt fühlt!
 Also seid rücksichtsvoll und ausgelassen – bei Konzerten, Veranstaltungen, Diskussionen!

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Die Veranstaltungswoche zum 18.März wird organisiert von
Bunte Hilfe/Rote Hilfe e.V. Darmstadt
V.i.S.d.P.: T. Gerike, Landgraf-Phillips-Anlage 32, 64283 Darmstadt